Modellprojekt Schule in Sicht

Seit August 2017 führt die HAG mit Förderung der Techniker Krankenkasse ein Modellprojekt durch, mit dem das Eltern-Programm Schatzuche weiterentwickelt wird. Der Übergang von der Kita in die Schule wird dabei als besonders herausfordernder Lebensabschnitt in den Blick genommen.

Das Modellprojekt zieht Zwischenbilanz

Fachtagung von Schatzsuche – Schule in Sicht

Am 24. Oktober trafen sich etwa 60 am Modellprojekt Schatzsuche – Schule in Sicht beteiligte Personen, um sich mit der Entwicklung des neuen Eltern-Programms auseinanderzusetzen und Zwischenbilanz zu ziehen. Zu den beteiligten Akteuren gehörten Schatzsuche-Referent*innen, Fachkräfte aus kooperierenden Kitas und Schulen, Verteter*innen von Trägern und Verbänden, die bundesweiten Landeskoordinator*innen, Mitglieder des Projektbeirates sowie weitere interessierte Kooperationspartner*innen.

Nach Grußworten von Petra Hofrichter, Geschäftsführerin der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG), und Maike Schmidt von der Unternehmenszentrale der Techniker Krankenkasse, nahmen die Teilnehmer*innen die bisherige Projektentwicklung von Schatzsuche – Schule in Sicht in den Blick. Sie widmeten sich an Gruppentischen der Perspektive von Kindern, Eltern und Fachkräften, die als maßgebliche Akteure im Übergang von der Kita in die Schule involviert sind. Inspiriert dazu wurden sie durch einen fachlichen Input des Übergangsforschers Wilfried Griebel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München.

In einem Interview berichteten Maria Gies (HAG) und Prof. Dr. Raimund Geene (Berlin School of Public Health) von ihren Erfahrungen im Projektverlauf. Der Prozess der partizipativen Projektentwicklung wurde dabei sowohl aus Sicht der Projektleiterin als auch aus dem Blick der wissenschaftlichen Begleitforschung beschrieben.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer*innen Gelegenheit die Methoden und Materialien des Eltern-Programms kennen zu lernen und ihre jeweilige Expertise einzubringen. Die Landeskoordinator*innen aus dem bundesweiten Projektteam betreuten fünf „Inseln“ mit Inhalten aus dem Programm. Diese Inseln konnten die Teilnehmer*innen bereisen, einzelne Methoden in fiktiven Eltern-Treffen testen sowie ein Feedback dazu abgeben. Einigen der Teilnehmer*innen waren die Inhalte schon vertraut, da sie als Modelleinrichtung bereits an der Weiterbildung teilgenommen und das Eltern-Programm schon ein erstes Mal selbst durchgeführt haben. Sie konnten die Diskussion mit Rückmeldungen aus der Praxis bereichern.

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer*innen an den Gruppentischen zu ihren Reiseerlebnissen aus und resümierten anhand der gewonnenen Eindrücke, welchen Beitrag das Projekt im Übergang für Kinder, Eltern und Fachkräfte leisten kann. Mit dem Erfahrungsschatz aller Beteiligten wird die Projektentwicklung von Schatzsuche – Schule in Sicht nun in die letzte Phase gehen, die Anregungen aufnehmen, nachjustieren und die Fertigstellung der neuen Bausteine für die Verstetigung des Programms abschließen.

Am 17. Juni 2020 wird das neue Programm der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen einer bundesweiten Fachtagung im Bürgerhaus Wilhelmsburg präsentiert.

Danach soll das Programm bundesweit ausgerollt werden.

Den Flyer der Zwischenbilanztagung vom 24.10.2019 finden Sie hier.

 

Bildnachweis: HAG